FAMILY: Arbeit, Familie und Blog – Die Sache mit den Prioritäten

Diese Aufnahmen sind schon vor einigen Tagen entstanden. An einem sonnigem Herbstsonntag im Stadtpark. Jeden Abend, wenn Lili zu Bett geht, gebe ich immer den gleichen Satz von mir „Jetzt lade ich endlich die Fotos hoch und schreibe einen neuen Blogpost.“ Das sage ich mir schon seit Tagen. Leider sieht die Realität, einer vollzeitbeschäftigten Mom mit Kind doch immer irgendwie anders aus.

Anstatt einen neunen Blogpost zu verfassen, hole ich die Wäsche aus dem Keller, falte und sortiere sie, befreie die Wohnung von Stolperfallen aka. Spielzeug und beseitige sämtliches Chaos in den Zimmern. In der Regel ist es dann meistens schon 23 Uhr und zu diesem Zeitpunkt habe ich nicht eimal Lust mich einfach auf die Couch zu setzen und Fernsehen zu gucken, geschweige denn noch Lust mich vor den Laptop zu setzen und Fotos zu bearbeiten und Texte zu verfassen. Nein! Ich bin ehrlich gesagt, einfach nur müde und will ins Bett. Im nachhinein plackt mich dann oft noch das schlechte Gewissen, dass ich wieder nicht zum bloggen gekommen bin.

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Holy Sh*t- Wir haben einen Platz bekommen

Ihr könnt euch nicht vorstellen wie schwierig es ist einen Krippenplatz ab 1 Jahr zu bekommen. Vorallem, wenn man zentral wohnt und wieder Vollzeit arbeiten gehen will. Wir haben Lili schon 3 Wochen nach der Geburt in mehreren Einrichtungen angemeldet und wenig Hoffnung gehabt, dass es klappt. Im Juli 2016 bekamen wir dann eine Zusage unserer favorisierten Einrichtung. OH YES! Das war ein richtiger Jackpot. Nie haben wir damit gerechnet, dass es klappt. Aber es hat geklappt 🙂 . Eine komplett neue Einrichtung und Ausstattung, 5 min. Fußweg von unserer Wohnung entfernt und es ist dazu noch ein Vollzeitplatz. Eine Einrichtung, die Kinder von 3 Monaten bis 12 Jahren betreut. Das bedeutet Krippe, Kindergarten, Vorschule und Mittagsbetreuung für Schulkinder in einem Haus. Das ist perfekt! Da wir in Rheinland-Pfalz leben, müssen wir die Krippe nur 1 Jahr lang selbst bezahlen und das 2. Jahr trägt das Bundesland und Kindergarten ist hier auch frei. Leider sind in vielen Städten Krippenplätze immer noch Mangelware. Leider!

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Morgens früh um sechs

Mein Tag plus all den Pflichten endet meistens so gegen 23:30 Uhr. Lili gehört, zum Glück, zu den Kindern die nachts durchschlafen. Yeeaah! Dafür bin ich auch sehr dankbar, denn ich muss Nachts ebenfalls Energie tanken um ausgeschlafen in meinen 8-Stunden Arbeitstag zu starten. Lili weckt uns meistens gegen 6 Uhr. Sie steht dann immer putzmunter in ihrem Schlafsack und babbelt vor sich hin 🙂 . Genau ab diesem Zeitpunkt endet für uns alle der Schlaf. Wir stehen auf, trinken und essen zusammen, ziehen uns an, spielen noch bisschen und verlassen meistens gegen 7:30 Uhr das Haus. Ich bringe Lili zur Krippe und dann laufe ich direkt zum Bus, so dass ich rechtzeitig im Büro bin, um auch wieder pünktlich rauszukommen. Ich arbeite immer so bis kurz nach 16 und danach geht es schnurstracks wieder Richtung Krippe, um Lili rechtzeitig abzuholen. Ich freue mich JEDES MAL, wenn ich die Tür zur Lili’s Gruppe öffne und mein Mädchen endlich in die Arme schließen kann. Ich weiß, dass es ihr in der Einrichtung nicht schlecht geht, vorallem weil sie wirklich von tollen Erzieherinnen umgeben ist. Nichtsdestotrotz sind 8 Std. lang und jeder freut sich, wenn er endlich zuhause ist. Großartig Zeit um andere Dinge unter der Woche zu erledigen bleibt leider nicht. Dafür nutzen wir dann immer den Samstag. Der Sonntag ist tatsächlich der einzige Tag, wo wir als Familie gemeinsam etwas unternehmen können.

Die große Hilfe: Mein Mann

Ganz oft nehme ich mir vor am Wochenende endlich zu bloggen, aber selbst da muss ich Prioritäten setzen. In diesem Fall, ist es eben die eigene Familie. Vorallem, wenn mein Mann unter der Woche im Ausland ist und über das Wochenende nach Hause kommt ist die Freude endlich wieder etwas gemeinsam Zeit zu verbringen sehr groß. Mein Mann ist da natürlich auch eine sehr große Hilfe. Immer wenn er zuhause ist, dann kümmert er sich genau so herzlich um Lili wie ich es tue, wenn er nicht da ist. Wenn ich z.B. alleine einkaufen gehen möchte, mich mit Freunden treffen will oder bloggen muss, dann kann ich das auch in Ruhe tun ohne ein schlechtes Gewissen zu haben 🙂 . Natürlich ist es nicht immer einfach Arbeit, Kind, Mann und Blog unter einen Hut zu bekommen, aber ich bin der Meinung, wenn man die Dinge nicht immer allzu dogmatisch sieht und auch vieles mit Leidenschaft macht und nicht gezwungen, dann gehen die meisten Dinge leichter von der Hand.

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